Pflege
Pflege – kleine Rituale für ein gesundes Hundeleben 🐾
Unsere Vierbeiner schenken uns jeden Tag ihre Liebe, ihr Vertrauen und unzählige schöne Momente. Mit der richtigen Pflege können wir ihnen etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass sie sich rundum wohlfühlen und lange gesund bleiben. Ich habe bereits bei der Seite Gesundheitscheck gewisse Themen bearbeitet und möchte hier nochmals genauer darauf eingehen.
Bei Dogs Wellnesstime steht das Wohlbefinden deiner Fellnase im Mittelpunkt. Pflege bedeutet nämlich weit mehr als nur Sauberkeit – sie schenkt uns wertvolle gemeinsame Zeit, stärkt die Bindung und hilft uns, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Hier findest du die wichtigsten Pflegerituale für deinen Liebling.
🐾 Fellpflege – Wellness für Haut und Haar
Jedes Fell ist anders. Deshalb richten sich die Pflege und die Häufigkeit des Bürstens nach der jeweiligen Rasse und Fellbeschaffenheit.
Regelmäßiges Bürsten entfernt Schmutz und lose Haare, regt die Durchblutung der Haut an und kann für deinen Hund zu einer entspannenden Wohlfühlzeit werden.
Besonders Hunde mit langem Fell und dichter Unterwolle benötigen eine gründliche und regelmäßige Pflege. Während des Fellwechsels darf es gerne etwas mehr sein. Spezielle Unterwollbürsten können dabei helfen, lose Haare schonend zu entfernen. Bei kurzhaarigen Hunden reicht häufig ein geeigneter Pflegehandschuh.
Und wie sieht es mit dem Baden aus?
Ein Bad sollte nur dann notwendig sein, wenn das Fell tatsächlich gereinigt werden muss. Verwende ausschließlich ein geeignetes Hundeshampoo und achte besonders darauf, Augen, Ohren und Nase zu schützen. Zu häufiges Baden kann die natürliche Schutzbarriere der Haut beeinträchtigen und Trockenheit, Schuppen oder Juckreiz begünstigen.
Gönne deiner Fellnase anschließend eine kuschelige Auszeit – denn auch das Trocknen und gemeinsame Entspannen gehören zur Wellness dazu.
🐾 Ohrenpflege – gut hingehört!
Die Ohren deines Hundes verdienen regelmäßige Aufmerksamkeit. Kontrolliere sie sanft auf Schmutz, Rötungen oder ungewöhnlichen Geruch. Besonders bei Hunden mit Hängeohren ist es wichtig, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Die äußere Ohrmuschel kannst du bei Bedarf vorsichtig mit einem weichen, leicht angefeuchteten Wattepad reinigen. Spezielle Ohrenreiniger sollten nur passend zum Bedarf deines Hundes und nach tierärztlicher Empfehlung verwendet werden.
Bitte verzichte unbedingt auf Wattestäbchen im Gehörgang – damit können empfindliche Strukturen verletzt werden.
Riechen die Ohren unangenehm, sind sie gerötet oder kratzt sich dein Hund auffällig häufig, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.
Unser Wohlfühltipp: Gewöhne deinen Hund schon früh an sanfte Berührungen an den Ohren. So wird aus der Kontrolle ein entspanntes Pflegeritual.
🐾 Krallenpflege – damit jeder Schritt angenehm bleibt
Zu lange Krallen können Schmerzen verursachen und das natürliche Gangbild verändern. Deshalb lohnt es sich, sie regelmäßig zu kontrollieren.
Wie schnell sich die Krallen abnutzen, hängt unter anderem von den Spazierwegen, dem Untergrund und dem Alter deines Hundes ab. Auf Asphalt können sie sich häufig von selbst abschleifen. Bei älteren Hunden oder kürzeren Spaziergängen ist dagegen oft mehr Aufmerksamkeit gefragt.
Beim Kürzen ist besondere Vorsicht geboten: In den Krallen verlaufen Blutgefäße und Nerven. Bei hellen Krallen lässt sich der empfindliche Bereich meist leichter erkennen, bei dunklen ist das deutlich schwieriger. Eine Taschenlampe kann manchmal helfen, bietet aber keine sichere Orientierung.
Auch die Wolfskralle sollte regelmäßig kontrolliert werden, da sie den Boden häufig nicht berührt und sich deshalb kaum abnutzt.
Geeignete Krallenscheren oder Krallenschleifer können die Pflege erleichtern. Wenn du unsicher bist, lass dir das Kürzen am besten von deinem Tierarzt oder einem erfahrenen Hundefriseur zeigen.
Denn gepflegte Krallen bedeuten mehr Komfort bei jedem Schritt!
🐾 Pfotenpflege – kleine Pfoten, große Leistung
Unsere Hunde sind täglich auf ihren Pfoten unterwegs. Ob beim Spaziergang im Wald, beim Toben auf der Wiese oder beim Erkunden neuer Wege – ihre Ballen leisten jede Menge.
Kontrolliere die Pfoten nach euren gemeinsamen Abenteuern. Kleine Steinchen, Grannen oder andere Fremdkörper können sich zwischen den Zehen und Ballen festsetzen und Beschwerden verursachen.
Besonders im Winter benötigen die Pfoten zusätzliche Aufmerksamkeit. Streusalz, Splitt, Eis und Kälte können die empfindliche Haut reizen. Reinige verschmutzte Pfoten mit handwarmem Wasser und trockne sie anschließend gründlich ab.
Achte darauf, dass dein Hund Streusalz oder andere Rückstände nicht beim Ablecken der Pfoten aufnimmt. Bei Bedarf kann ein geeigneter Pfotenbalsam die Ballen zusätzlich pflegen.
Ein kleiner Pfotencheck nach jedem Spaziergang kann viel bewirken und lässt sich wunderbar mit einer sanften Streicheleinheit verbinden.
🐾 Zahnpflege – ein strahlendes Lächeln für deine Fellnase
Gesunde Zähne sind ein wichtiger Bestandteil des Wohlbefindens deines Hundes. Kontrolliere regelmäßig, soweit dein Hund es entspannt zulässt, Zähne und Zahnfleisch auf Beläge, Rötungen, Verletzungen oder ungewöhnlichen Geruch.
Die Zahnpflege muss manchmal erst langsam gelernt werden. Beginne deshalb behutsam und belohne deinen Hund für jeden kleinen Fortschritt.
Für die Reinigung gibt es verschiedene Möglichkeiten: von speziellen Hundezahnbürsten und Fingerlingen bis hin zu geeigneten Zahnpflegeprodukten. Wichtig ist, dass die Produkte für Hunde vorgesehen sind und dein Liebling die Behandlung möglichst stressfrei akzeptiert. Regelmäßiges Zähneputzen mit einer geeigneten Hundezahnpasta ist eine besonders wirksame Maßnahme, um Zahnbelag zu reduzieren.
Auch geeignete Kauartikel können die Zahnpflege ergänzen. Knochen sind jedoch nicht grundsätzlich empfehlenswert: Harte Knochen können Zähne beschädigen, und Knochenstücke können zu Verletzungen oder Verdauungsproblemen führen. Lass dich bei der Auswahl passender Kauartikel am besten tierärztlich beraten.
Hat sich bereits Zahnstein gebildet, reicht das Putzen allein meist nicht mehr aus. In diesem Fall sollte dein Tierarzt die Zähne untersuchen und entscheiden, ob eine professionelle Zahnreinigung notwendig ist.
Wichtig: Zahnpflege ist nicht nur eine Frage schöner Zähne – sie trägt wesentlich zur Gesundheit deines Hundes bei.
🐾 Augenpflege – mit sanftem Blick
Die Augen unserer Fellnasen sind empfindlich und verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Kleine, eingetrocknete Tränenspuren kannst du bei Bedarf vorsichtig mit einem weichen, sauberen, mit lauwarmem Wasser angefeuchteten Pad entfernen. Verwende für jedes Auge ein frisches Pad und reibe nicht direkt über die Augenoberfläche.
Beobachte die Augen regelmäßig: Sind sie klar? Gibt es ungewöhnlichen Ausfluss, Rötungen oder vermehrtes Tränen?
Bei auffälligen Veränderungen, Schwellungen, starkem Tränenfluss oder wenn dein Hund das Auge zukneift oder daran reibt, solltest du zeitnah tierärztlichen Rat einholen. Bei Augenschmerzen oder einer plötzlich auftretenden Veränderung ist eine rasche Untersuchung besonders wichtig.
Gerade bei der Augenpflege gilt: Lieber einmal zu früh nachfragen als zu lange warten.
🐾 Pflege ist Liebe, die man spüren kann
Ob Bürsten, Pfotencheck oder sanfte Ohrenpflege – die kleinen Rituale im Alltag machen einen großen Unterschied. Sie helfen dir, deinen Hund besser kennenzulernen, Veränderungen rechtzeitig wahrzunehmen und ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient.
Wichtig ist dabei, immer auf die Bedürfnisse und Grenzen deiner Fellnase einzugehen. Nicht jeder Hund genießt jede Behandlung sofort. Mit Geduld, Ruhe, liebevoller Zuwendung und kleinen Belohnungen kann Pflege Schritt für Schritt zu einer positiven gemeinsamen Erfahrung werden.
Dogs Wellnesstime – weil Wohlbefinden bei den kleinen Dingen beginnt. 🐾❤️